Strich / Code / Move

Das Schwarmkunstprojekt rückt die komplexe Problematik des 2017 in Kraft getretenen Prostituiertenschutzgesetzes sowie die Alltagsprobleme der Sexarbeiter*innen ins Blickfeld der Gesellschaft.

Beratungspflicht

Jede Sexarbeiter*in muss sich bei einem bestimmten Gesundheitsamt zu Fragen der Krankheitsverhütung, der Empfängnisregelung, der Schwangerschaft und über Risiken des Alkohol- und Drogengebrauchs beraten lassen. Darüber wird eine Bescheinigung – mit (Alias-) Name und Geburtsdatum – ausgestellt. Diese Beratung muss regelmäßig wiederholt werden (Personen unter 21 jedes ½ Jahr und alle anderen jährlich).

Anmeldepflicht

Jede Sexarbeiter*in muss sich bei einer Behörde anmelden und registrieren. Dafür muss sie die Bescheinigung über die erfolgte gesundheitliche Beratung vorlegen. Die Anmeldebescheinigung, umgangssprachlich Hurenausweis genannt, ist nur befristet gültig (für Personen unter 21 ein Jahr, für alle anderen zwei Jahre). Sie muss die Anmeldebescheinigung bei der Arbeit immer bei sich tragen.

Erlaubnispflicht

Alle Prostitutionsstätten, egal ob Bordell, Club, Bar, Laufhaus, Sauna-Club, SM-Studio oder das private Apartment, benötigen eine Erlaubnis für ihren Betrieb. Dafür müssen sie umfangreiche bürokratische Verfahren durchlaufen sowie Melde- und Aufzeichnungspflichten erfüllen. Es dürfen nur Sexarbeiter*in dort arbeiten, die eine Anmeldebescheinigung und die Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung vorlegen können.

Die Idee

Unter der Leitung der Schwarmkünstlerin Kerstin Schulz und des initiierenden Teams vom atelier-dreieck bilden fünf Lovemobile an prominenten Orten eine Wagenburg.

Sie beherbergen ein Museum zur Geschichte der Sexarbeit in Deutschland und eine interaktive Ausstellung mit Sextoys, die bei Berührung Fragmente von Interviews mit Sexarbeiter*innen wiedergeben.

Performances mit Einspielungen von Foto-Loops aus Lovemobilen befassen sich mit dem Thema Berührungen.

Es werden Informationen zum Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) angeboten und Sexarbeiter*innen stellen sich vor Ort der Diskussion und den Fragen der Besuchenden.

Sei Teil des Schwarms und unterstütze unsere Arbeit!

Sponsoren

Wir bedanken uns ganz herzlich für die vielseitige, notwendige Unterstützung bei allen Sponsoren des Schwarmkunstprojektes "Strich / Code / Move". Ohne euch wäre das Projekt nicht möglich! Du möchtest das Projekt unterstützen? Melde dich bei uns – wir brauchen jede Hilfe!

Blog

Strich / Code / Move

DIE Schwarmkünstlerin Kerstin Schulz

Die Künstlerin Kerstin Schulz erklärt Schwarmkunst folgendermaßen: „Schwarmkunst ist eine sozial interaktive Kunstrichtung, die professionell initiiert und angeleitet werden muss, sich dann aber selbstständig fortsetzt. Dabei entstehen erfahrungsgemäß intensive Kontakte unter den Schwarmkünstler*innen. Schwarmkunst ist Weiterlesen…

Kontakt

Strich / Code / Move ist eine Initiative der Kampagne «Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!» des move e. V. aus Berlin
Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!

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Verein für Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit
Wilhelmine-Gemberg-Weg 10
10179 Berlin
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